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Ausbildung zum Thema Bildung und Medien

Seit dem Studienjahr 2008/2009 bietet die FernUniversität von Hagen den Masterstudiengang `Bildung und Medien` an. Der Schwerpunkt dieser Studienrichtung liegt auf der eEducation.
Die Studienrichtung `Bildung und Medien` umfasst zudem das sogenannte `blended learning`. Darunter versteht man Bildungsarrangements, die sowohl mediengestützte als auch face-to-face Situationen kombiniert. Die Professoren sind zudem bemüht, bildungsrelevante Situationen und Umgebungen für das informelle Lernen zu schaffen. Beim informellen Lernen geht es zwar um bildungsrelevante Themen, jedoch werden diese erst künftig didaktisch aufbereitet.
Studenten lernen Lern- und Lehrarrangements, die von Medien gestützt werden, wissenschaftlich zu ergründen. Ebenso führen die Studierenden wissenschaftlich fundierte Analysen durch, sie planen, gestalten und evaluieren.
Die FernUniversität in Hagen hat es sich zum Ziel gesetzt, dass die Studenten befähigt werden, Gelerntes im der beruflichen Praxis anzuwenden.

Definition eEducation:
Unter diesem Begriff versteht man das Lernen und Lehren mit Unterstützung von elektronischen Hilfsmitteln. Zur sogenannten eEducation zählt einerseits das eTeaching, andererseits das eLearning.
Zur eEducation zählen sowohl satellitengestützte Bildungsprozesse als auch interaktive Medien. Neben TV, DVD, Video und CD zählt auch die lokal installierte Software zu eEducation. Der Begriff eEducation schließt mobile ebenso wie webbasierte Ansätze mit dem Smartphone mit ein.

Sowohl die Lehrinhalte als auch die Prüfungsfragen der Fachrichtung `Bildung und Kunst` werden vom Institut für Bildungswissenschaften und Medienforschung entwickelt.
Das Institut verwendet die Ansätze der sogenannten Evidence Based Practice. Aktuelle Forschungsergebnisse werden nur kurze Zeit später in diesem Studiengang gelehrt. Der Vorteil der kompetenzbasierten Ausbildung ist, dass forschungsrelevante Fragen nicht nur praxisrelevant, sondern auch problemorientiert gelehrt als auch gelernt werden.
Studenten können somit verschiedenste Methoden der empirischen Forschung professionell überprüfen und kritisch hinterfragen.

Studienziele:
Der Spezialstudiengang `Bildung und Kunst` bietet die Möglichkeit, dass sich Interessierte mit dem jüngsten Stand der Forschung bezüglich eEducation vertraut machen. Studenten lernen unterschiedliche wissenschaftliche Methoden und Ansätze kennen, um Analysen bezüglich Arrangements durchzuführen, die von großer Bildungsrelevanz sind. Studierende werden mit unterschiedlichen informationstechnologischen und bildungswissenschaftlichen Erkenntnissen konfrontiert. Ebenso spielt die Psychologie bei diesem Studiengang eine Rolle. Bei diesem Studiengang ist es wichtig, interorganisatorisch zusammenzuarbeiten und diverse Denkprozesse und Sichtweisen aus anderen Bereichen heranzuziehen.
Nach der Vermittlung der sozial- und erziehungswissenschaftlichen Techniken der Analyse erwerben die Studenten Handlungs- und Forschungskompetenz. Weitere Bausteine des Studiums sind Grundlagen im Bereich der Informations- und Bildungstechnologie.
Diese Kompetenzen sind die Voraussetzung für zahlreiche Berufsfelder, welche nach Abschluss des Studiums zur Auswahl stehen. Die FernUniversität von Hagen nützt die jüngsten Erkenntnisse bezüglich eLearning und eTeaching, um die Studenten optimal auf Berufsfelder wie Wirtschaft oder die Bildungswissenschaft vorzubereiten.
Nur noch vereinzelt gibt es Berufsgruppen, die ohne Blended Learning auskommen.

Zielgruppen:
Die neuen Medien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sie haben das öffentliche Interesse geweckt. Ebenso sind Bildungswissenschaftler heute von den effektiven Lern- und Lehrvarianten der neuen Medien überzeugt. Neue Medien zeichnen sich durch die breite Palette an Nutzungsmöglichkeiten aus und immer mehr Arbeitgeber
verlangen von den Mitarbeitern einen kompetenten Umgang. Es wird von Arbeitnehmern verlangt, dass sie sowohl über technische Kenntnisse verfügen als auch über Mediendidaktik und Medienforschung Bescheid wissen.

Vorbereitung auf das Berufsleben:
Die Studienrichtung Bildung und Kunst bereitet Interessierte sowohl auf Tätigkeiten in öffentlichen als auch in privaten Organisationen und Einrichtungen vor. Die Studenten werden sowohl in der Grundlagenforschung und Konzeptualisierung als auch in der Entwicklung und Gestaltung geschult. Neben der Evaluation von Bildungsprozessen, die einerseits internetbasierend, andererseits multimedial sind, werden die Studenten auch auf medialisierte Kommunikationsabläufe vorbereitet.
Die eben aufgezählten Kompetenzen sind heutzutage vor großer Bedeutung, sei es in Einrichtungen der beruflichen oder allgemeinen Ausbildung oder in Institutionen der Erwachsenenbildung. Ebenso sind diese Kompetenzen für immer mehr Unternehmer, Berater und Forscher relevant, da eLearning und neue Medien immer bedeutender werden.

Masterstudiengang:
Beim Studiengang `Bildung und Medien:eEducation` handelt es sich um ein Masterstudium das für Personen gedacht, die ihre Zukunft in der Ausbildung von Kindern oder Erwachsenen sehen. Der Masterstudiengang bietet die idealen Voraussetzungen, um den Unterricht und Lernprozess mit neuen Medien effektiver zu gestalten.

Mögliche Tätigkeiten in der Praxis:
Die pädagogischen Aktivitäten mit den neuen Medien kommen vor allem beim Unterrichten und Betreuen von Lernenden zugute.
Studenten profitieren von den pädagogisch übergreifenden Tätigkeiten, wenn sie als Entwickler von neuen Medienangeboten tätig sind oder eine beratende Funktion in diesem Bereich übernehmen. Forscher können ebenso von den neuen Medien profitieren.

Kompetenzbasiertes Ausbildungsmodell:
Die Studienrichtung eEducation wird auch das selbstorientierte Handeln geschult.
Bei diesem kompetenzorientierten Ausbildungsmodell stehen kreative Leistungen und selbstorganisierte Performances im Vordergrund, die subjektorientiert sind.
Die Prüfungssituationen sind weder normier- noch abtrennbar. Die Prüfung besteht darin, kreative und selbstorientiere Stücke zu schaffen. Diese Artefakte werden gesammelt und in Form von ePortfolios archiviert.

Module:
* Der Modulschwerpunkt Lernen und Lehren in der Wissensgesellschaft beschäftigt sich mit den Grundfragen der heutigen Wissensgesellschaft. Studierende werden befähigt, die bildungswissenschaftliche Perspektive einerseits zu verstehen, andererseits zu erklären und entsprechend zu agieren. Nach Abschluss dieses Moduls können die Studenten neue Lern- und Lehrformen einsetzen.

* Die Gestaltung und Entwicklung neuer Medien stellt ein weiteres Modul dar. Studenten werden mit der anwendungsbezogenen Bildungsforschung konfrontiert. Studierende überprüfen empirische Forschungsmethoden sowohl kompetent als auch kritisch.
Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen auch didaktische Fragestellungen wie beispielsweise die Konzeption der geeigneten Lernumgebung. Ebenso werden die Studenten darauf geschult, die passenden Lernwerkzeuge für spezielle Situationen zu selektieren und einzusetzen.

* Der Modulschwerpunkt `Anwendungsbezogene Bildungsforschung` befähigt die Studenten, empirische Forschungen professionell und kritisch zu überprüfen.

* Das Modul `Anwendungsfelder und Handlungsbedingungen´ beschäftigt sich rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Studenten sind in der Lage, ein persönliches Urteil sowohl über die Basics als auch über die aktuellen Entwicklungen der Kommunikation in Unternehmen zu fassen. Im Mittelpunkt steht auch das eigenverantwortliche Bearbeiten von Projekten und Spezialthemen im eLearning.

* Der Fokus des letzten Moduls liegt auf den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Studenten sind in der Lage, die gesellschaftlichen Implikationen bezüglich der Nutzung von neuen Medien zu reflektieren. Ebenso beherrschen die Studierenden den Umgang mit den Neuen Medien.

Kompetenz: Studierende können reflektieren, was die gesellschaftlichen Implikationen der Nutzung neuer Medien sind und wie damit umzugehen ist.

Ablauf des Studiums:
Wer sich für ein Vollzeitstudium entscheidet, benötigt vier Semester, während bei einem Teilzeitstudium acht Semester notwendig sind. Wer sich für das Vollzeitstudium entscheidet, sollte pro Semester zwei Module einplanen, während bei einem Teilzeitstudium lediglich ein Modul bearbeitet wird.
Auf Vollzeitstudenten müssen wöchentlich mit einer Arbeitszeit in Höhe von 36 Stunden rechnen, Teilzeitstudenten mit der Hälfte.
Studenten müssen 3600 Arbeitsstunden vorweisen. Für jedes Modul sind etwa 450 Arbeitsstunden notwendig. Die FernUniversität arbeitet mit dem Punktesystem nach dem European Credit Transfer System. Die Punktevergabe erfolgt ausschließlich dann, wenn die Module erfolgreich bearbeitet wurden und wenn die Prüfung mit der Mindestnote 4,0 beurteilt wurde. Insgesamt werden für das wissenschaftliche Masterstudium 120 ECTS-Points vergeben, 15 Punkte für jedes Modul. Im letzten Semester erfolgt einerseits die Bearbeitung des Moduls, andererseits muss die Masterarbeit verfasst werden. Die Abschlussarbeit setzt sich aus einem individuell erstellten Produkt bzw. Medienprodukt zusammen oder es wird ein Produkt geschaffen, welches bei der Erstellung ein wenig angeleitet war. Zudem muss ein Schriftsatz für die Masterarbeit ausgearbeitet werden.

Struktur der einzelnen Module:
Sowohl die Module als auch der Großteil der Unterrichtsmaterialien wurden eigens für diese Studienrichtung entwickelt. Jedes Modul ist in zwei Zwischenaufgaben gegliedert. Beide Aufgaben bereiten die Studenten auf die dritte Anforderung vor, nämlich die Hausarbeit. Die beiden Zwischenaufgaben werden beurteilt und die Bewertungen spielen bei der Hausarbeitsnote eine Rolle.
Die Studenten werden in den unterschiedlichen Modulen sowohl praktisch als auch theoretisch an die Neuen Medien herangeführt und das eLearning steht im Mittelpunkt. Studierenden lernen die Möglichkeiten des Lehrens und Lernens mittels Vodcasting, Podcasting und Streaming kennen. Studierende können E-Portfolios und Weblogs gezielt auswählen und einsetzen.
Die speziell entwickelte Lernplattform Moodle muss verpflichtend genutzt werden. Auf Moodle haben Studenten die Möglichkeit, ihre Bearbeitung der Fragestellungen zu veröffentlichen. Vorteilhaft ist, dass die Studierenden virtuelle Arbeitsgemeinschaften bilden können. Ebenso dient diese Lernplattform dem Erfahrungsaustausch und der gegenseitigen Unterstützung.

Aufnahmebedingungen:
Wer sich für diesen Studiengang interessiert, muss bereits über einen erfolgreichen Studienabschluss verfügen, der mindestens sechs Semester umfasst.
Neben einem Bachelorstudiengang in Bildungs- oder Erziehungswissenschaften wird auch ein abgeschlossenes Master- oder Diplomstudium in Bildungs- oder Erziehungswissenschaften angerechnet. Alternativ erfüllt auch ein entsprechender Hochschulabschluss aus dem Ausland oder ein abgeschlossenes Lehramtsstudium von mindestens sechs Semester die Voraussetzungen für die Berechtigung dieses Studiengangs. Für das Studium `Bildung und Medien: eEducation` werden auch Bewerber zugelassen, die bereits sechs Semester lang Medienwissenschaften, Soziologie oder Psychologie studiert haben. Wer sechs Semester lang Publizistik oder Kommunikationswissenschaften als Hauptfach studiert hat, benötigt noch zwei grundlegende Module im Spezialstudiengang `Bildungswissenschaft`. Dieser BA-Studiengang wird von der FernUniversität in Hagen angeboten und nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Studenten ein Zertifikat, welches zum Masterstudium bewilligt.

Einschreibung:
Studenten können dieses Studium entweder im Winter- oder Sommersemester beginnen.
Vor Antritt des Studiums ist eine Einschreibung erforderlich. Jegliche Formulare und Informationen zum Studium an der FernUniversität von Hagen finden Sie auf der Homepage.

Gebühren:
Seit dem Sommersemester 2014 müssen Studenten eine Grundgebühr in Höhe von 50 Euro pro Semester zahlen.
Pro Semester wird ein Unkostenbeitrag für Studienmaterial erhoben, der sich auf 12,50 Euro beläuft.
Die Kosten für dieses Masterstudium belaufen sich auf rund 1200 Euro

Bildquelle: FernUni Hagen

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