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Moodle als Lernumgebung

Moodle

Moodle ist eine Open-Source-Lernplattform und ein Kursmanagement-System, das sich an die unterschiedlichsten Lernanforderungen individuell anpassen lässt.

Moodle ist nach dem Kursraumprinzip organisiert. So wie sich Lehrende und Lernende in der realen Welt in Seminarräumen treffen, kommen sie auch auf Moodle in virtuellen Kursräumen zusammen.

Die Moodle-Kursräume sind sehr vielseitig. In ihnen werden den Lernenden alle Lerninhalte zur Verfügung gestellt – sie können in unterschiedlichen Formate wie Video, Audio, Text oder Bild bereitgestellt werden. Beim Einbinden mehrseitiger Dokumente werden diese als Buchmodul zum Durchblättern erstellt.

Die Inhalte können von den Trainer/innen bzw. Lehrer/innen selbstdirekt mit den Moodle-Autorenwerkzeugen angelegt werden. Alternativ können sie auch mit einer externen Autorensoftware erstellt und anschließend in Moodle integriert werden. Des Weiteren werden in den Kursräumen die Zugriffsberechtigungen für die Trainer/in sowie die Teilnehmer/innen festgelegt.

Nutzer, Kurse und das System verwalten

Die Moodle Systemverwaltung besteht aus drei Bereichen, in denen die Nutzer und ihre Rechte festgelegt, die Kurse verwaltet und das System eingestellt wird.

In der Nutzer- und Rechteverwaltung werden die Benutzerkonten und der Upload der Lernmaterialien manuell gemanagt. Hier wird auch die Anbindung an externe Verwaltungssysteme und Datenbanken gesteuert, Rollenbeschreibungen und -berechtigungen werden angepasst. Und das nicht zu knapp: Über 200 Berechtigungen können für jede Rolle freigeschaltet werden.

In der Kursverwaltung lassen sich Kurse anlegen und löschen, Kurskategorien als Ordner bereitstellen und Nutzerrechte vergeben. Kurse können so konfiguriert werden, dass entweder nur angemeldete Teilnehmer sie besuchen können, Gäste zugelassen werden oder zur Teilnahme ein Passwort erforderlich ist. In der Kursverwaltung können außerdem externe Kursverwaltungssysteme angebunden werden, die neue Kurse automatisch anlegen und Teilnehmer einschreiben.

In der Systemverwaltung sind die Grundeinstellungen des Systems für eine optimale Nutzung durch verschiedene Nutzerrollen und in verschiedenen Kontexten definiert.

Seit der Version 2.5 können Kursveranstalter über Moodle auch digitale Leistungsnachweise an ihre Lerner ausgeben.

Anlegen von Aufgaben, Lerneinheiten und Kursen

Individuell angelegte Vorlagen für Kursräume ermöglichen den Lehrenden, ganze Kurse in kürzester Zeit zu erstellen. Mit wenigen Mausklicks können die Lehrer/Innen im WYSiWYG-Editor Aufgaben der unterschiedlichsten Art, angepasst an ihr didaktisches Konzept, anlegen. Zu den zur Verfügung stehenden Fragetypen gehören u.a. Freitextfragen, Kurzantworten, Lückentexte, Multiple Choice, Wahr/Falsch-Fragen, Zuordnungsfragen und berechnete Fragen bzw. berechnete Multiple-Choice-Fragen. Auf dieser Basis kann eine abwechslungsreiche, interessante Lernanwendung erstellt werden. Für jeden Fragetyp kann die Beantwortung zusätzlich durch eine Zeitbegrenzung limitiert werden. Auch Evaluationsfragen werden in Moodle einfach angelegt.

Die Lernenden können ihre Lernziele selbstorientiert erarbeiten – dazu gehören Selbsttests, die entweder von den Trainer/innen korrigiert und kommentiert oder automatisch ausgewertet werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Lernenden über einen durch den Lehrer angelegten Lernpfad zu ihren Lernzielen zu führen. Die Lernpfade können nach zweierlei Kriterien gesteuert werden: entsprechend dem individuellen Fortschritt des Lernenden oder nach zeitlichen Gesichtspunkten.

Kurse können, je nach didaktischem Konzept, in unterschiedlichen Formaten angelegt werden: etwa nach einer „wöchentlichen Übersicht“, einer thematischen Gliederung oder um ein Forum oder eine SCORM-Lerneinheit zentriert.

Die kreative Kombination unterschiedlicher Arbeitsmaterialien und Lernaktivitäten ermöglicht die verschiedensten didaktischen Szenarien, die stete Abwechslung in der Methodik ermöglichen. Andererseits können einzelne Aufgaben, Kursabschnitte oder auch ganze Kurse arbeitssparend mehrfach verwendet werden, indem sie zwischen verschiedenen Kursräumen – z.B. für unterschiedliche Zielgruppen – einfach verschoben werden.

Interaktion und Kommunikation

Ein wichtiger Aspekt der Lernumgebung Moodle sind die interaktiven Möglichkeiten zwischen Lehrenden und Lernenden, aber auch zwischen den Lernenden untereinander.
Für verschiedene Diskussionsszenarien stehen entweder einer gesamten Kursgruppe oder nur Untergruppen flexible Foren zur Verfügung.
Direkte Live- und 1:1-Kommunikation ermöglichen ein Messenger, Mailbenachrichtigungen und eine Trainingsfunktion mit Webinar. Verknüpfte Lerninhalten und Multimediadateien werden automatisch erkannt und stehen somit während der Kommunikation zur Verfügung.

Aufgrund seiner Flexibilität, der Vielfalt seiner Anwendungen und der Erweiterungsmöglichkeit durch unzählige Module kann Moodle einen sehr hohen Verbreitungsgrad, sowohl bei Unternehmen als auch bei Bildungseinrichtungen, aufweisen.

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