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Rezension “Luhmann leicht gemacht: Eine Einführung in die Systemtheorie”

Luhmann leicht gemacht Eine Einführung in die SystemtheorieAls Sozialwissenschaftler kommt man um Luhmann nicht herum – leider, möchte man manchmal sagen, denn obwohl nach der von ihm beschriebenen Systemtheorie gerade die Reduktion von Komplexität die wesentliche Leistung von Systemen darstellt, sind Werke über eben jene meist nur sehr schwer zugänglich.

Deswegen sei an dieser Stelle ein wirklich hervorragendes Buch vorgestellt, das die Systemtheorie auch für Neulinge anschaulich und praxisnah erklärt: “Luhman leicht gemacht – Einführung in die Systemtheorie” von Margot Berghaus.

Die Autorin stellt Luhmanns Theorien in einfacher Sprache und klar verständlich dar, ohne den nötigen Tiefgang vermissen zu lassen oder zu sehr zu verkürzen. Begonnen wird mit der Beschreibung Luhmanns und seines Lebenswerkes. Anschließend werden grundlegende Begriffe, wie etwa soziale Systeme, Autopoiesie usw. kapitelweise abgehandelt und mit Originalzitaten unterfüttert. Toll ist, dass der Argumentationsstrang dabei “häppchenweise” in kleinere Unterkapitel aufgeteilt ist. Das macht es gerade Luhmann-Einsteigern wirklich leicht den komplexten Thesen zu begreifen. Ünterstützt wird das Ganze insbesondere durch die vielen Fotos und Grafiken, die nicht zuletzt auch für ein wenig Abwechslung sorgen. Danach folgt eine ausführliche Darstellung der Medien und Massenmedien, den Schluss bilden zwei zusammenfassende Kapitel.

Fazit: Das Buch ist eines der gelungensten Werke zu Luhmann und zeigt, dass sich auch komplexe Gedankengebäude durchaus einfach darstellen lassen! Es eignet sich für alle, die sich wissenschaftlich mit der Systemtheorie auseinandersetzen möchten, Neulinge wie Fortgeschrittene.

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